Was Sie beim Kauf einer Immobilie im Ausland beachten sollten
Der Kauf einer Immobilie im Ausland kann neue Perspektiven eröffnen. Hier erhalten Sie einen Überblick darüber, was Sie dabei beachten sollten.
Für viele Menschen in Berlin ist der Kauf einer Eigentumswohnung ein wichtiger Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit. Mit dem Erwerb werden Sie jedoch automatisch Teil einer besonderen Gemeinschaft: der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Diese Gemeinschaft aller Eigentümer einer Immobilie prägt Ihren Alltag als Wohnungseigentümer maßgeblich. Gerade auf dem dynamischen Berliner Immobilienmarkt ist es entscheidend, die WEG-Strukturen zu verstehen, um eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.
Die rechtliche Basis jeder Wohnungseigentümergemeinschaft bildet das Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Es wurde zuletzt 2020 umfassend reformiert und erfuhr 2025 weitere Anpassungen. Mit dem notariellen Kaufvertrag für Ihre Eigentumswohnung werden Sie automatisch Mitglied der WEG – eine Mitgliedschaft, die Sie nicht ablehnen können. Dabei unterscheidet das Gesetz klar zwischen Sondereigentum (Ihre Wohnung inklusive Kellerraum oder Stellplatz) und Gemeinschaftseigentum (Dach, Fassade, Treppenhaus, Garten). Als Mitglied der WEG haben Sie sowohl Rechte als auch Pflichten. So dürfen Sie über Ihr Sondereigentum frei verfügen, müssen sich bei Entscheidungen zum Gemeinschaftseigentum jedoch mit den anderen Eigentümern abstimmen.
Das Herzstück jeder WEG ist die Eigentümerversammlung, die mindestens einmal jährlich zusammentritt. Hier werden alle wichtigen Entscheidungen getroffen, von der Genehmigung der Jahresabrechnung bis hin zu Modernisierungsmaßnahmen. Jeder Eigentümer hat dabei Stimmrecht entsprechend seiner Miteigentumsanteile. Die Verwaltung kümmert sich um das operative Tagesgeschäft. Ob professionelle Hausverwaltung oder Selbstverwaltung durch einen Eigentümer: Sie setzt die Beschlüsse um, verwaltet die Finanzen und vertritt die WEG nach außen. Der aus maximal drei Eigentümern bestehende Verwaltungsbeirat unterstützt und kontrolliert die Verwaltung. Er prüft die Jahresabrechnung und vermittelt bei Konflikten zwischen Eigentümern und Verwaltung.
Das monatliche Hausgeld setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dazu gehören unter anderem die laufenden Kosten der Bewirtschaftung, die Verwaltungskosten sowie die wichtige Instandhaltungsrücklage. Letztere dient als finanzielle Reserve für größere Renovierungen und Modernisierungen. In Berlin liegt das durchschnittliche Hausgeld je nach Lage und Ausstattung der Immobilie zwischen 2,50 und 4,50 Euro pro Quadratmeter. Der jährliche Wirtschaftsplan gibt Ihnen Transparenz über die geplanten Ausgaben, während die Jahresabrechnung die tatsächlichen Kosten aufschlüsselt. Prüfen Sie diese Unterlagen genau bei Ihrer Kaufentscheidung – sie geben wichtige Hinweise auf den Zustand der Immobilie und die finanzielle Situation der WEG.
Eine professionell geführte WEG sichert den Werterhalt Ihrer Immobilie und sorgt oft sogar für eine Wertsteigerung. Durch die gemeinsame Interessenvertretung können größere Projekte, wie beispielsweise energetische Sanierungen oder Modernisierungen, effizient umgesetzt werden. Die transparente Kostenverteilung sorgt für Fairness, während Sie durch die professionelle Verwaltung des Gemeinschaftseigentums von vielen administrativen Aufgaben entlastet werden. Besonders in begehrten Berliner Lagen wie dem Südwesten zahlt sich eine gut organisierte WEG aus.
Die WEG ist mehr als nur eine Zweckgemeinschaft: Sie ist für den Werterhalt Ihrer Immobilie von entscheidender Bedeutung. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf unbedingt die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen sowie die finanzielle Situation der Gemeinschaft. Wir von Groeben Immobilien begleiten Sie mit unserer lokalen Expertise durch diesen Prozess und stehen Ihnen für eine persönliche Beratung zur Verfügung, damit Sie die richtige Entscheidung für Ihre Zukunft im Südwesten Berlins treffen.